aus Partitur 'Vier Figuren'

Bettina Skrzypczak
Projekte 2011

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"O wunderbare Notwendigkeit" - Auf der Suche nach dem Unmöglichen

Vortrag und zwei Werkaufführungen beim Pfingstsymposion München 2011

Mit einem Vortrag und der Aufführung von zwei Werken ("Daphnes Lied" für Klavier und "Illuminationen" für Klarinette, Klavier und Cello) eröffnete Bettina Skrzypczak das Pfingstsymposion München 2011. Die von Ulrike Trüstedt 1990 gegründete Veranstaltung stand in diesem Jahr unter dem Motto "Geheimnis".

Aus dem Bericht von Friederike Haupt in der "Neuen Musikzeitung" Nr. 7/8, 2011:

"Völlig anders die hochintellektuelle, aufwühlend konzipierte Arbeit der Komponistin Bettina Skrzypczak, deren Vortrag und Musik den Freitagabend füllten. Am Anfang stand „Daphnes Lied“ für Klavier. Aggressiv attackierende Akkorde wechseln mit transzendenten Farben, die einzelne Intervalle und Töne ausleuchten, als sollten sie auf ihre Ursubstanz hin überprüft werden (engagiert Jan Philip Schulze, später auch im Trio mit Yves Savary, Cello, und Markus Schön, Klarinette). Eine von Skrzypczaks Kompositionen trägt den Namen einer Supernova, "SN 1993 J“, eine andere wurde zu Ehren des Mathematikers Euler angelegt, aber das allein erklärt nicht die merkwürdige Konsonanz, die sich beim Anblick von Sternhaufen und den Klangkombinationen in ihrem Werk zu ergeben scheint. Skrzypczak, auf der Suche nach dem Geheimnis des schaffenden Menschen, dem „Warum“ des Komponierens, zitiert Leonardo da Vinci und Xenakis. „Oh wunderbare Notwendigkeit. Auf der Suche nach dem Unmöglichen“, hieß ihr Vortrag. Mit martialischen Akkord-Attacken, unterbrochen von kaskadenhaften Arpeggien, reißt sie Klanghorizonte auf, deren Substrate dann wieder sensibel ausgelotet werden. Mathematisch konzipiert, aber intuitiv realisiert, das wohl ist das Geheimnis ihrer Kunst."

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